Weiter im TAO

Yin & Yang

Yin & Yang

Ich solle doch den Namen meines Blogs ändern, meint Friederun, weil man, wenn man ihn im Google eingibt, auf Thaifrau komme … Na und? frage ich, drei Zeilen später kommt ohnedies schon Taofrau, und wenn sich irgendein Sexsüchtiger in der Jagd auf Thaifrauen auf meinen Blog verirrt, wird es ihm nicht schaden – höchstens zur Ernüchterung beitragen.

Tao bedeutet Methode, Prinzip und versucht die Schöpfungsdynamik von Yin und Yang – dem weiblichen (Schalen-) und dem männlichen (Pfeil-) Prinzip – verstehbar zu machen.

In meiner Interpretation bedeutet es, als Frau nicht zu vermännlichen sondern die männlichen Anteile und Eigenschaften sinnvoll zu integrieren.

Im Wechsel, wenn sich die weibliche Hormonlage verändert, bekommen viele Frauen eine tiefere Stimme,  ein Oberlippen- oder auch Kinnbärtchen und manche auch „Haare auf den Zähnen“ – sie lassen sich weniger gefallen oder trauen sich mehr …

Vor allem werden viele hochaktiv – wenn man(n) sie läßt.

Lustige Witwen wie ich brauchen keinen „Zu-“  oder „Anlasser“ sondern eher die Gelassenheit, Zorn in Stärke zu transformieren, wenn sie auf „alt“ definiert werden. Elfriede Ott hat in ihrem Eröffnungsreferat bei meinem Symposium „Stress & Alter“ (nachzulesen im gleichnamigen Buch, aaptos Verlag – Auslieferung Dr. Hain!) gesagt, „Es gibt kein Alter – es gibt nur ein Da-sein“. Ja, wir sind immer alt – Tage, Monate, Jahre … nur die Zahl davor wechselt.

Und unser Aussehen und unsere Stimmung. Bei  mir ist beides davon abhängig, was ich gegessen habe – ich bin nämlich eine Nahrungsmittelallergikerin. Aber gottlob bin ich genetisch privilegiert – in meiner Familie sehen und sahen alle sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits viel jünger aus, als sie historisch waren, und das war für mich beruflich immer ein großer Nachteil, der sich jetzt erst zum Besseren wendet.

Tao – das bedeutet auch, immer das Gute im Schlechten und das Schlechte im Guten wahrzunehmen. Der Volksmund meint dazu: Aus Schaden wird man klug.

Es bedeutet aber auch, das Prozesshafte zu bedenken, das in jeder Entwicklung liegt – wie kurz sie auch anscheinend ablaufen mag.

Alles hat seine Historie. In meiner Sexualtherapieausbildung hat unsere Lehrmeisterin, die Schweizer Psychiaterin Verena Middendorp, betont:

Jeder Orgasmus hat seine Geschichte – und die beginnt z. B. mit einem Lächeln beim Frühstück.

Im Tao leben heißt für mich, die Wellenbewegungen des Lebens – einatmen / ausatmen, anspannen / entspannen usw. – im Überblick zu behalten und nicht nur punktuell aufzumerken.  Die therapeutische Frage dazu lautet: Bis wann ging es gut – ab wann lief es schief? Dann fallen nämlich oft erst Details auf, die sonst im Dunklen bleiben. Konkret: Wie verhielten sich die deutschen Männer, die sicherlich auch vor dem Kölner Hauptbahnhof Silvester gefeiert haben? Mitgegrapscht und mitgejohlt? Hilfeleistung unterlassen?