Die Tao-Frau | Rückblick & Vorschau

Als ich am 1. Oktober 2015 das fünfjährige Studium der Fachtheologie in Bestzeit abschloss, packten mich „Entzugserscheinungen“:  Auf einmal keine Seminararbeiten zu schreiben, die Masterarbeit (über evangelische im Unterschied zur römisch-katholischen  Sexualethik) abgeschlossen … ich fühlte mich unterfordert. Da kam mir die Idee, gemeinsam mit Freundinnen eine Art online-Zeitung zu gestalten für „reife“ Frauen … so als Gegengewicht zu den Girlie-Blogs, wo es nur um Mode und Kochen geht.

Mir schwebte eher vor, dass es in dieser Gemeinschaftsarbeit um Gesundheit und Gesellschaft gehen sollte – denn wie die Gesellschaft vielfach mit älteren Frauen umgeht, ist nicht unbedingt „salutogen“ – d. h. der Gesundheit förderlich.

Zuerst suchte ich nach jemandem, die Kontakte in die Gesundheitswirtschaft herstellen könnte, damit wir Unterstützung in der Bekanntmachung dieser Initiative bekämen – aber Daniela Hennrich (www.hennrich-pr.at)  fand es trotz erst getätigter Zusage dann doch nicht „lohnend“ bzw. zu energieaufwändig.

Meine ehemalige Chefin, als ich noch Univ. Prof. für Gesundheitskommunikation an der Donau Universität Krems war, Dr. Andrea Zauner-Dungl, war zwar am Anfang dabei – aber dann doch von ihrer Patienten- und Studentenschaft zu sehr in Anspruch genommen … und auch ihre Schwester Claudia Dungl hatte offenbar zu wenig Motivation, aus eigenem Antrieb Info-Texte zu liefern. Ich hätte dauernd hinter ihnen beiden her sein müssen, und das erlaubte mein immer knapper werdendes Zeitbudget nicht. (Ich hatte die zusätzlichen Herausforderungen als ohnedies nur ehrenamtliche Hochschulpfarrerin unterschätzt). Ähnlich erging es mir mit der Feldenkrais-Instruktorin Elfi Preschern, ebenso mit den Mode- bzw. Textil-Künstlerinnen Marina Sagl (www.venicreatrix.com) und Verena Prandstätter (www.verenaart.at) und sogar mit meiner (juristischen) Studienkollegin und „grande dame“ der österreichischen Gesellschaftsberichterstattung Dr. Senta Ziegler … und etlichen anderen, von denen ich dachte, dass sie doch eigentlich Interesse haben müssten, dass viele von ihren Aktivitäten erfahren … Nun weiß ich, weshalb der Volksmund unkt, Pensionistinnen (oder solche, die es bald werden) hätten keine Zeit, sie seien zu viel beschäftigt …

Nur Friederun Pleterski-Tschebull hatte immer wieder Lust mitzutun – und dafür danke ich ihr.

Ich werde also auch 2017 weiter schreiben – was mir fehlt, was mich stört, was mir gefällt … vor allem will ich gerne daran teilhaben lassen, was ich gerade lese: „Aus meiner Lesestube“ – und woran ich schreibe: „Aus meiner Schreibstube“.

Die Fotos dazu muss ich allerdings erst machen (lassen).

Und wer gerne mitmachen will, soll mich bitte anmailen – über meine Kommunikationshilfe www.perner.info oder bei konkreten Anfragen / Berichten zu Ageismus (Altersdiskriminierung – eine Analogie zu Rassismus und Sexismus) unter  haltgewalt@perner.info.