Schlafhygiene

Wenn man nächtens aufwacht, sagte gestern der Psychiater und Psychotherapeut Dr. Philipp Pichler, als er gemeinsam mit mir  auf der Podiumsdiskussion im Rathaus zum Thema Depression im Alter diskutierte, sollte man auf keinen Fall auf die Uhr schauen, wie spät es ist. Ich ergänze: Und wenn möglich (also z. B. wenn keine Stufen zu bewältigen sind), die Toilette im Dunkeln oder mit geschlossenen Augen aufsuchen um das Schlafgefühl zu bewahren.

Wenn man zu einer bestimmten Zeit aufwachsen müsse, solle man statt dessen einen Wecker stellen und dann unter dem Bett oder sonstwo, wo man ihn nicht sieht, platzieren. Das gehöre zur Schlafhygiene. Diese erfordere Dunkelheit, Stille und Kühle.

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Apropos Wertekurse

Nachdem ich schon drei Jahre eine syrische Asylantenfamilie mit drei Kindern betreue und damit ziemlich viel Freude und Erfolg ernte, übernahm ich diesen Herbst zusätzlich einen Deutschkurs für erwachsene Flüchtlinge. Zwölf riesige Männer, man kann ruhig sagen „Lackln” aus Nigeria, Algerien und Persien sitzen mir und einer ebenso ehrenamtlichen Co-Lehrerin nun eine Stunde pro Woche an einem großen Tisch gegenüber. Der Großteil von ihnen schwarz wie die Nacht.

Ihr Können und ihre Begabung zum Lernen sind unterschiedlich, alle sind jedoch recht engagiert und bemüht. Zum Éclat kam es auch nicht wegen irgendwelcher Artikel-, Fall- oder Vokabelfehler. Sondern wegen des Tragens von Baseballmützen im Unterricht.

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„Aktiv gegen Energielosigkeit“

Auch wenn uns das Herbstwetter heuer mehr als verwöhnt – die Tage werden kürzer und wahrscheinlich auch wieder etwas nebelverhangener.

Diese Tage bringen die „innere“ Uhr des Menschen so richtig durcheinander. Zwischen Oktober und März merken viele einen Unterschied zu ihrem sonst so sonnigen Wesen. Das Grau in Grau macht energielos, der Appetit steigt und die Lust etwas zu unternehmen ist stark eingeschränkt.

Die Ursache liegt nicht nur in der geringeren Lichtintensität und dem gesteigerten Arbeitsaufkommen vor Weihnachten. Der Körper ist auf Rückzug, um seine Kräfte zu sammeln und die Herausforderungen der kalten Jahreszeit zu  bestehen.

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Role Model: Bohnenstange

Im Tanzkurs, beim Krampuskränzchen, überreichte mir der Nikolo ein Geschenk. Es war ein in rotes Papier eingewickelter Ziegelstein mit einem Zettelchen auf dem stand: „Dreimal täglich auflegen. Wirkt garantiert gegen Bohnenstangose“

Ich war ein dünnes und alle anderen Kinder stets überragendes Kind. Ich wuchs und wuchs bis ich, mit vierzehn, die stattliche Größe von 1,79m erreichte und man mich zur Bohnenstange erklärte, die ich ein Leben lang blieb. (Wer noch mehr aus meiner Familiengeschichte erfahren möchte, kann diese in Heimwärts reisen, Verlag Styria nachlesen).

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Happy Birthday!

Es gibt Geburtstage, die gar nicht happy sind. Vor allem Frauen empfinden so manchen Runden als Graus. Doch welcher der grauslichste ist, das wird höchst unterschiedlich erlebt. Ich erinnere mich, wie todunglücklich meine damalige Kollegin bei NEWS, die entzückende Claudia Stöckl, bei ihrem 30. Wiegenfest war. Sie hat zwar alle KollegInnen des Ressorts in eine Bar in der Innenstadt zum Feiern eingeladen, doch ihr war eher zum Weinen zumute. Sie meinte, ab jetzt sei sie alt! Oder die energiegeladene, stets wunderschöne, damalige WOMAN-Chefin Uschi Fellner! Sie gestand mir anlässlich der opulenten Großfeier ihres Vierzigsten, die ihr noch ihr damaliger Mann Wolfgang Fellner ausrichtete, dass sie sich ob ihrer Jahreszahl eher verkriechen, denn beglückwünschen lassen wolle.

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